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Aufgefallen
Mehr Transparenz, bitte!

Die Schweiz soll eine Vorreiterrolle bei den Transparenzvorschriften im Rohstoffhandel einnehmen, meint der aussenpolitische Think-tank »foraus«
von Christian Urech vom 05.12.2014
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Rund ein Viertel des weltweiten Handels mit Rohstoffen wie Öl, Gold oder Kupfer läuft über die Schweiz, ein Drittel des Welthandels mit Rohöl und Ölprodukten allein über den Handelsplatz Genf. Für Gold ist die Schweiz mit einem Anteil von rund einem Drittel gar der weltweit grösste Handelsplatz. Die Anzahl Handelsfirmen in der Schweiz wird auf 570 geschätzt, wovon die meisten am Genfersee (400), in Zug (100) und Lugano (70) angesiedelt sind. Die Mehrheit der in der Schweiz domizilierten Rohstofffirmen konzentriert ihre Geschäftstätigkeit auf den Transithandel. Das bedeutet, dass Waren im Ausland gekauft und dann direkt und unverändert an einen Abnehmer im Ausland weiterverkauft werden: Die gehandelte Ware gelangt also nie in die Schweiz. Laut der Schweizerischen Nationalbank (SNB) betrugen im Jahr 2011 die Nettoerlöse aus dem Transithandel von Rohstoffen für Schweizer Handelsunternehmen 20 Milliarden Franken. Zehn Jahre zuvor waren es erst 1,3 Milliarden Franken gewesen.

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