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Leserbrief
Der Ursprung aller Dinge

vom 18.11.2022
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Zu: »Zum Grunde gehen« (20/22, Seite 35)

Joachim Negel versucht eine Antwort auf eine Urfrage der Menschheit, nämlich wie aus einem Nichts etwas »werden« könne. Dazu hält er die Aussage der Bibel »am Anfang war das Wort«, der »modernen« naturalistischen Lesart »im Anfang war die Materie« entgegen. Was gilt? Na, auf keinen Fall Letzteres, denn diese Ansicht ist seit den Zeiten von Max Planck, Werner Heisenberg und Max Born längst überholt und es gilt das Gegenteil: Materie ist nicht auf Materie aufgebaut. Sie hat ein immaterielles Fundament, eine a-materielle Urquelle – ist also geistigen Ursprungs! Somit kann mit gutem Recht festgestellt werden »am Anfang war etwas Geistiges«. Und damit erhält das biblische »Wort« in dem besagten Zusammenhang eine besondere Bedeutung. So eröffnen die Erkenntnisse der Quantenphysik ganz andere Wege der Argumentation als sie der Verfasser geht. Mir ist unbegreiflich, wie dieser eine längst überholte wissenschaftliche Ansicht immer noch als modern bezeichnen kann, und sie als gültig ansieht. Das bietet reichlich Stoff für Polemik! Henning Jonas, Ulm

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 22/2022 vom 18.11.2022, Seite 58
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