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Dudelfunk oder Radiokultur

Der Rundfunk hat Ansehen eingebüßt. Aber Qualität gibt es noch
von Josef Ohler vom 06.11.2009
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Rund 67 Millionen Deutsche schalten täglich das Radio ein. Das besagen die Zahlen der Medienforschung. Millionen schalten ein, aber hören sie auch zu? Kein Zweifel: Die meisten lauschen nur beiläufig. Für sie ist das Radio eine Maschine, die Musik liefert – Musik in unterschiedlicher »Farbe«, von »Easy Listening« bis Hardrock. Dazu wünschen sie sich noch minimale Informationen: Uhrzeit, Wetter, Nachrichten. Seit Jahrzehnten sprechen die Rundfunkleute bei diesem Modell vom »Begleitradio«, das den Hörer bei anderen Tätigkeiten »begleitet«, beim Frühstücken, Bügeln oder Autofahren. Gegentypus war einmal das »Einschaltradio«, ideal gedacht als Folge von Sendungen, die der Hörer gezielt auswählt, vom »Landfunk« bis zum »Nachtstudio«. Dieses Konzept hat ausgedient. Alle setzen heute auf »Durchhörbarkeit«.

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