Alptraum am Himmel
Käte Raiß, die Sprecherin der Bürgerinitiative gegen den Ausbau des Flughafens, wohnt nur wenige hundert Meter von den Lande- und Startbahnen des Frankfurter Airports entfernt. Nur ein kleiner Wald schirmt noch etwas ab von dem dröhnenden Lärm. Doch auch der soll jetzt verschwinden. »Eine Katastrophe«, sagt Frau Raiß. Und der Bruch eines Versprechens, hatte doch Holger Börner, der ehemalige Ministerpräsident von Hessen, seinerzeit in einer Regierungserklärung verbindlich zugesagt, daß nach dem Bau der Startbahn West kein Baum mehr fallen werde. Ein Bluff! Schon zwischen 1988 und 1991 fielen 61,8 Hektar Wald für den Rhein-Main-Flughafen. Der neueste Streich der Flughafen AG (FAG), die Ende Oktober gerade erst das pompöse Terminal 2 dem Verkehr übergeben hat: Ein neues Frachtzentrum, die Cargo City Süd (CCS), soll auf dem Boden eben jenes Wäldchens errichtet werden, das den Ort Mörfelden bislang noch etwas abschirmte, weitere 22 Hektar der grünen Oase sollen der Säge zum Opfer fallen.
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