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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2018
Der Inhalt:

Die Ware Pflege

von Wolfgang Kessler vom 26.10.2018
Gute Pflege für immer mehr Menschen erfordert mehr als kosmetische Maßnahmen. Es braucht grundlegende Veränderungen eines Systems, in dem zunehmend Markt und Profit zählen
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Es ist ein Schritt in die richtige Richtung: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will 13 000 zusätzliche Stellen in Pflegeeinrichtungen schaffen. Um dies zu finanzieren, steigen zum 1. Januar die Beiträge der Pflegeversicherung. Das steht im sogenannten Pflegepersonal-Verstärkungsgesetz, das am 1. August verabschiedet wurde.

Doch so wichtig diese personelle Verstärkung für die Pflege auch sein mag, sie wird die Bedingungen für die Pflegebedürftigen und die Pflegekräfte nur geringfügig verbessern. Die Zahl von 13 000 zusätzlichen Stellen klingt zwar hoch. Doch bei rund 13 600 Pflegeheimen und mindestens so vielen ambulanten Diensten relativiert sie sich schnell. Und sie wird fast zu Kosmetik, wenn man weiß, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden zehn Jahren von heute mehr als drei

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