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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2015
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

»Verräter an der nationalen Sache«

In Myanmar heizen fanatische Buddhisten die Gewalt gegen die muslimische Minderheit an. Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ignoriert das Problem. Am 8. November sind Präsidentschaftswahlen
von Dominik Müller vom 09.10.2015
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Ashin Wirathu macht aus seinem Hass keinen Hehl: »Die Gesetze zum Schutz unserer Rasse liegen bereits auf dem Tisch. Aber diese Hure beschwert sich fortwährend darüber und nennt sie einen Verstoß gegen die Menschenrechte.« Die unflätigen Worte des buddhistischen Mönches aus Myanmar gelten der Südkoreanerin Yanghee Lee. Die UNO-Diplomatin besuchte gerade das asiatische Land, um die Einhaltung der Menschenrechte zu untersuchen.

Ashin Wirathu ist führendes Mitglied der Mabatha, der »Organisation zum Schutz der Rasse und Religion«. Mehrere Hundert Anhänger, darunter viele Mönche, die wie Wirathu selbst einen kahlen Schädel haben und eine dunkelrote Robe tragen, stehen auf dem zentralen Platz der Wirtschaftsmetropole Yangon. Sie halten Plakate in die Luft: Die muslimische

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