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Erst mal ein Dach über dem Kopf

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Ob sie bleiben können, wissen die meisten nicht. In vielen Kirchengemeinden wächst die Bereitschaft, sich für diese Menschen einzusetzen
von Samuel Jambrek vom 10.10.2014
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Jost Herrmann und Gudrun Grill sind auf dem Weg zur Containerunterkunft der Asylbewerber in Weilheim in Oberbayern. Er ist evangelischer Pfarrer, sie katholische Pfarrhelferin. Als sie ankommen, laufen ihnen einige Männer und Kinder entgegen; es gibt ein großes Hallo. Die beiden Koordinatoren des Unterstützerkreises Asylbewerber sind hier Gäste, die man schätzt. Jeder, der gerade beim Kochen ist, möchte die beiden unbedingt zum Essen einladen. Wohin nur sollen sie sich zuerst wenden? Hände greifen nach ihnen, Gesichter strecken sich ihnen entgegen. Manche nennen Gudrun Grill »Mama«. Mama, setz dich, iss mit uns! Was gibt es zu berichten? Kannst du uns etwas Neues erzählen? Gudrun Grill ist für die einen so etwas wie ein Mutterersatz, denn es gibt hier Flüchtlinge, die ihre leiblichen Eltern verloren haben. Für die anderen ist sie einfach die Frau, die hilft. Die einen Plan hat, wie es weitergehen könnte. Die durch ihre pure Anwesenheit Rettung verspricht aus dem Elend.

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