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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2018
Der Inhalt:

Aufgefallen
Die Ziegenhirtin

Agitu Idea Gudeta musste aus Äthiopien fliehen, weil sie gegen Landraub kämpfte. In Italien züchtet sie jetzt Ziegen und trotzt dem Rassismus
von Anne Strotmann vom 21.09.2018
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Agitu Idea Gudeta steht morgens um vier Uhr auf. Sie melkt die Ziegen mit der Hand, etwa zwei Stunden dauert das. Dann bringt sie die Tiere hinauf auf die Weide und die Milch hinunter ins Dorf, in ihre Käsewerkstatt samt Laden. Die Fotos auf ihrer Website, von den Weiden im italienischen Valle dei Mòcheni und zutraulichen Ziegen, wirken so idyllisch, dass man glatt vergessen könnte, dass Agitu Idea Gudetas neues Leben mit einer Flucht begann.

Acht Jahre ist es nun her, dass sie aus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, fliehen musste. Sie hatte die Bauern in der Region Mojo beim Widerstand gegen den Landraub ausländischer Konzerne und gegen die brutalen Enteignungskampagnen der eigenen Regierung unterstützt. Dann kam ein Haftbefehl. Viele ihrer Mitstreiter wurden verhaftet oder umgebracht. Gu

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