Gold im Gürtel
Der Limburger Bischof kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Seit Franz-Peter Tebartz-van Elst 2008 den Bischofsstab des beliebten Franz Kamphaus übernahm, produziert er pausenlos öffentliche Aufreger. Menschen wie Medien kritisieren seine erzklerikale Amtsauffassung, seine einsamen Entscheidungen, seine Neigung zu liturgischem Pomp und kirchlichen Ehrentiteln. Während die Gemeinden immer mehr knapsen müssen, baut ihr Bischof auf dem Limburger Domberg für mehr als fünf Millionen Euro eine neue Residenz mit Empfangsräumen, Wandelpark, Bibliothek und überdimensionierter Privatkapelle. Für weitere Schlagzeilen sorgte jetzt ein Flug zu kirchlichen Sozialprojekten in Indien, den Tebartz und sein Generalvikar Franz Kaspar nicht wie einfache Touristen oder Geschäftsleute, sondern in der Luxusklasse zurücklegten: »First Class in die Slums«, titelte Der Spiegel.
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Der Flug in der LuxusklasseIm Januar 2012 bestiegen der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und sein Generalvikar Franz Kaspar eine Lufthansa-Maschine nach Indien, um soziale Projekte in Bangalore zu besuchen. Mit privaten Bonusmeilen des Generalvikars erwarben die beiden ein Upgrade in die Luxusklasse. Das Bistum begründete die Premium-Tickets damit, dass der Bischof sein umfangreiches Programm in Indien ausgeruht beginnen wollte. Die Flüge seien nach den Reisebestimmungen der deutschen Bischofskonferenz gebucht worden. Insgesamt habe die Reise 8300 Euro gekostet.
