Gold im Gürtel
Der Limburger Bischof kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Seit Franz-Peter Tebartz-van Elst 2008 den Bischofsstab des beliebten Franz Kamphaus übernahm, produziert er pausenlos öffentliche Aufreger. Menschen wie Medien kritisieren seine erzklerikale Amtsauffassung, seine einsamen Entscheidungen, seine Neigung zu liturgischem Pomp und kirchlichen Ehrentiteln. Während die Gemeinden immer mehr knapsen müssen, baut ihr Bischof auf dem Limburger Domberg für mehr als fünf Millionen Euro eine neue Residenz mit Empfangsräumen, Wandelpark, Bibliothek und überdimensionierter Privatkapelle. Für weitere Schlagzeilen sorgte jetzt ein Flug zu kirchlichen Sozialprojekten in Indien, den Tebartz und sein Generalvikar Franz Kaspar nicht wie einfache Touristen oder Geschäftsleute, sondern in der Luxusklasse zurücklegten: »First Class in die Slums«, titelte Der Spiegel.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
