»Ich habe so viel Glück gehabt«
von
Thomas Krapf
vom 10.09.2010
Als Weltbürger und vor allem als Überlebender der NS-Zeit, der die höllischen Todeslager von innen kennenlernen musste, sind Ihnen die düsteren Seiten des Menschen vertraut: Sie wissen um sein satanisches Potenzial. Nichtsdestoweniger legen Sie ein tiefes Vertrauen in den Menschen an den Tag. Woher nehmen Sie Ihren Optimismus?
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Datum der Erstveröffentlichung: 10.09.2010
Stéphane Hesselwurde am 20. Oktober 1917 in Berlin geboren. Seine Familie zog 1924 nach Paris. Als Résistance-Kämpfer wurde Hessel 1944 von der Gestapo verhaftet, gefoltert, nach Buchenwald deportiert und zum Tod verurteilt, konnte aber auf dem Weg nach Bergen-Belsen fliehen. In Buchenwald begegnet er dem Mithäftling Eugen Kogon, der später das berühmte Buch »Der SS-Staat« schreibt. Ab 1945 ist Hessel Mitglied des französischen diplomatischen Corps und trägt 1948 zur Entstehung der Charta der Menschenrechte bei. Er war UNO-Botschafter und lebt aus dem Geist der Poesie, die er als »Grundlage meines Selbstvertrauens« bezeichnet. »Stéphane Hessel verbindet Spiritualität mit politischer Leidenschaft«, sagt Thomas Krapf, der den 92-Jährigen auf Französisch interviewte.
Stéphane Hesselwurde am 20. Oktober 1917 in Berlin geboren. Seine Familie zog 1924 nach Paris. Als Résistance-Kämpfer wurde Hessel 1944 von der Gestapo verhaftet, gefoltert, nach Buchenwald deportiert und zum Tod verurteilt, konnte aber auf dem Weg nach Bergen-Belsen fliehen. In Buchenwald begegnet er dem Mithäftling Eugen Kogon, der später das berühmte Buch »Der SS-Staat« schreibt. Ab 1945 ist Hessel Mitglied des französischen diplomatischen Corps und trägt 1948 zur Entstehung der Charta der Menschenrechte bei. Er war UNO-Botschafter und lebt aus dem Geist der Poesie, die er als »Grundlage meines Selbstvertrauens« bezeichnet. »Stéphane Hessel verbindet Spiritualität mit politischer Leidenschaft«, sagt Thomas Krapf, der den 92-Jährigen auf Französisch interviewte.

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