Schwere Vorwürfe gegen Meditationslehrer
Der international bekannte buddhistische Meditationslehrer und Autor mehrerer geistlicher Bücher, Sogyal Lakar – ein Vertrauter des Dalai Lama – hat alle seine Ämter niedergelegt. Er reagiert damit auf Vorwürfe, er habe Schülerinnen sexuell missbraucht. Mitte Juli hatten acht langjährige Schülerinnen und Schüler in einem offenen Brief dem siebzigjährigen Lakar, der als Miterfinder der Schwerstkrankenpflege Spiritual Care gilt, »physischen, emotionalen und psychischen Missbrauch« vorgeworfen. Der Brief, der zahlreiche Anschuldigungen enthält, kursiert im Internet. Auch sein luxuriöser Lebensstil wurde Lakar, der den Beinamen »Rinpoche«, der »Kostbare«, trägt, angekreidet. 18 der von ihm initiierten 130 Meditationszentren liegen in Deutschland. Sie werden von dem gemeinnützigen Verein »Rigpa« organisiert und verwaltet. Dieser teilte mit, die Vorwürfe gegen Lakar würden von »einem unabhängigen Dritten« untersucht. Das Meditationswerk wolle sich um eine neue spirituelle Leitung bemühen.
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