Unsere Frau vom schönen Tod
Der Name lässt es nicht unbedingt vermuten, doch die Nossa Senhora da Boa Morte, »Unsere Frau vom schönen Tod«, in São Paulo dient dem Leben, nicht dem Tod. Als erste Kirche der brasilianischen Metropole öffnet sie 24 Stunden am Tag, sieben Tage pro Woche. Nossa Senhora soll als Anlaufstelle für Menschen in Not täglich rund um die Uhr offen sein. Ende Juli eröffnete São Paulos Erzbischof Odilo Scherer das Gotteshaus nach dreijähriger Renovierung. Die 1810 erbaute Kirche ist eines der wenigen Zeugnisse kolonialer Architektur, die der hektischen Expansion der City seit den 1930er-Jahren standhielten. In der kleinen Seitenstraße Rua da Carmo, gut 500 Meter von der Kathedrale Se entfernt, verkörpert die Kirche Nossa Senhora da Boa Morte den Barroco Paulista, eine für São Paulo typische, schlichte Form des Barocks.
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