Ein Bayer in Münster
Die Hände, oft geöffnet zum Himmel erhoben, die Augen für Sekunden geschlossen, dann diese markante, die bayerische Herkunft nicht verleugnende Stimme: Wenn Johann Baptist Metz seine Vorlesungen hielt, herrschte gespannte Stille im Hörsaal. Immer musste man mit Überraschungen rechnen, mit einem neuen Gedanken, einem Satz, der die aktuelle gesellschaftliche Debatte traf. Diese atemlose Stille: Kaum anders wäre es denkbar gewesen, Metz zu folgen. Seine Theologie trug er in komplexen Sätzen vor, prägte neue Vokabeln ein, setzte voraus, dass seine Studierenden beständig lasen und dachten, innovativ und mutig sein wollten. Wer hätte es da gewagt, unkonzentriert zu sein?
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