Kein Gedenken
Eine Gedenkminute für die Opfer des Münchener Olympia-Attentats von 1972, als elf israelische Athleten ermordet wurden, wäre bei der olympischen Eröffnungsfeier in London angemessen gewesen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hätte vor einem Milliardenpublikum ein Zeichen setzen können, dass das Gedenken der Opfer nicht nur eine israelische, sondern auch eine olympische Angelegenheit ist. Für die Gedenkminute hatte es viele Fürsprecher gegeben, etwa US-Präsident Barack Obama oder den deutschen Außenminister Guido Westerwelle. Trotzdem verweigerte sich das IOC. Ohne ausreichende Begründung. Die Schweigeminute, die IOC-Präsident Jacques Rogge stattdessen vor wenigen Beteiligten im Athletendorf durchführte, reicht als Geste nicht aus.
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