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Wegeder Hingabe

Wir sind zur Freiheit befreit. Zu der Freiheit, nichts mehr aus uns selber machen und nicht mehr auf unsere Kosten kommen zu müssen. Aus einer Predigt von Werner Krusche
vom 14.08.2009
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Wer Werner Krusche einmal begegnet ist, hat ihn nie wieder vergessen. Er war Bischof und blieb an der Basis. Wer mit ihm zu tun hatte, wusste, woran er war. Er war ein brillanter Theologe, an eine Karriere im Westen dachte er nicht. Im Gegenteil. 1954 war er mit seiner Familie, seiner Frau und dem eineinhalbjährigen Sohn, von West nach Ost, von Heidelberg nach Dresden übergesiedelt. Wie so manch anderer war er der Aufforderung seiner Kirche gefolgt, dem Pfarrermangel im Osten abzuhelfen. Dass sieben Jahre später der Bau der Mauer endgültig Tatsachen schaffen würde, ahnte er nicht. 1968, zu seiner Amtseinführung als Bischof in Magdeburg, durfte kein Gast aus Westdeutschland kommen. Zwei Jahre zuvor hatte er noch einmal den Ruf nach Heidelberg abgelehnt. Werner Krusche hat in seinem Reden und Handeln das Selbstverständnis der evangelischen Kirche in Ostdeutschland geprägt, mutig hat er Unrecht beim Namen genannt, blieb dabei immer beherrscht und klar. Am 31. Juli 2009 hat eine große Trauergemeinde im Magdeburger Dom von ihm Abschied genommen. Eine Woche zuvor war Werner Krusche im Alter von 91 Jahren gestorben. Wir veröffentlichen nachfolgend einen Auszug aus einem bemerkenswerten Vortrag, den Werner Krusche im September 1976, einen Monat nach der Selbstverbrennung von Pfarrer Oskar Brüsewitz, in Zeitz gehalten hat. Sein Vortrag trägt den Titel: »Gottes Wege führen weiter«.

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