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Erweckt im Orient

Buddhismus und Christentum: Was eint? Was trennt?
von Ursula Baatz vom 14.08.2009
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Herkunft und Ausbreitung

Entstanden ist jede der beiden Religionen in einem relativ kleinen Gebiet – in Nordindien und in Palästina, der Buddhismus um 400 vor Christus, das Christentum einige Jahrhunderte später. Die »Territorien« beider Religionen überlappen sich: Um das 10. Jahrhundert leben Buddhisten in Südasien, Südost- und Ostasien, aber auch im Mittleren Osten. In diesen Gegenden und zu dieser Zeit gibt es auch größere und kulturell einflussreiche Gemeinden orientalischer Christen, die aus dem christlichen Nahen und Mittleren Osten eingewandert sind und Verbindungen zur Kirche in Äthiopien haben. Wechselseitige Kontakte und Einflüsse lassen sich ab dem 2. Jahrhundert nach Christus belegen: Da nennt der Kirchenvater Clemens von Alexandrien den Buddha einen heiligmäßigen Asketen. Vermutungen, dass Jesus sich in Indien aufhielt oder vom Buddhismus beeinflusst wurde, sind nicht belegbar und gehören ins Reich der Spekulation. Die wechselseitigen Kontakte in den Kulturen entlang der Seidenstraße dagegen werden erforscht.

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