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Fotograf im Exil
Elend und Schönheit in El Salvador

Der Fotograf Víctor Peña fängt die Realität seines Heimatlandes in Bildern ein. Bis er damit ins Fadenkreuz der Regierung gerät. Er flieht nach Deutschland. Dies ist seine Geschichte – und die seines Heimatlandes.
von Barbara Tambour vom 28.07.2026
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Armut ohne Ausweg: Die junge Frau mit dem weißen Kopftuch bekam ihr erstes Kind mit 15. Jetzt ist sie 24 Jahre alt und hat fünf Kinder. Ihre evangelikale Kirche verbietet Verhütungsmittel. Nahe der Pazifikküste lebt sie in extremer Armut. Ihre Situation hat sich seit dem Amtsantritt von Präsident Nayib Bukele kein bisschen verbessert – obwohl er dem Volk Reichtum und Sicherheit verspricht. (Foto: Víctor Peña)
Armut ohne Ausweg: Die junge Frau mit dem weißen Kopftuch bekam ihr erstes Kind mit 15. Jetzt ist sie 24 Jahre alt und hat fünf Kinder. Ihre evangelikale Kirche verbietet Verhütungsmittel. Nahe der Pazifikküste lebt sie in extremer Armut. Ihre Situation hat sich seit dem Amtsantritt von Präsident Nayib Bukele kein bisschen verbessert – obwohl er dem Volk Reichtum und Sicherheit verspricht. (Foto: Víctor Peña)
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Das Einzige, was Víctor Peña bei seiner Flucht mitnahm, war seine Kamera. Mit ihr erzählte er in seiner Heimat El Salvador Geschichten, die die Mächtigen verschweigen. Das war nicht immer so. Vor 20 Jahren verstand Peña die Fotografie als Kunstform, wie Malerei oder Bildhauerei. Schönheit wollte er fotografieren; Politik interessierte ihn wenig. »Ich habe einfach Fotos gemacht«, sagt der 40-Jährige. Erst als er in den Jahren 2007 und 2008 als Fotograf zu Wahlkampfveranstaltungen in ganz El Salvador fuhr, begann sich sein Blick zu verändern. Er kam in abgelegene Dörfer, in denen Familien ein wenig Mais und Bohnen anbauten und ohne regelmäßiges Einkommen lebten. Gleichzeitig fotografierte er Politiker, die versprachen, das Land befinde sich auf dem Weg in eine goldene Zukunft. Zwischen den Reden und dem, was er durch die Kamera sah, klaffte eine Lücke. »Da habe ich verstanden, dass das, was erzählt wird, nichts mit dem Leben der Menschen zu tun hat.«

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