Kenia
Ein Fettkuchen mit Power
Die Suche nach Fabio Rappenecker gestaltet sich einfacher als erwartet. »Immer dem Duft nach«, hatten die Arbeiter eines Möbellagers in einem Industriegebiet im nördlichen Nairobi gesagt – und die staubige Sandstraße in Ruaraka hinaufgewiesen. Ein paar grasende Ziegen und Autowerkstätten weiter legt sich zunächst ein leichter Karamellhauch über den Dieseldunst von Generatoren. Unmittelbar vor einer grauen Metallwand, vor der Männer im Blaumann warten, kommen Zuckeraromen hinzu. Eine Tür öffnet sich und jemand übergibt den Wartenden gegen ein paar kenianische Schilling je einen gefüllten Plastikbeutel. Kein Schild weist darauf hin, was sich hinter der Metallwand verbirgt: die kleine Backfabrik, mit der der Deutsche Fabio Rappenecker nicht nur seinen Lebensunterhalt bestreitet, sondern die auch ein weit verbreitetes Problem in Kenia beheben soll – Mangelernährung. 2,8 Millionen Kenianer leiden darunter.
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Jan Rübel ist Reporter bei Zeitenspiegel. Er hörte vom Mandazi-Start-up, weil es von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gefördert wird. Als er dann für eine Recherche in Kenia unterwegs war, dachte er: Diese Fettkuchen muss ich probieren.
