Rekordhitze: Bauern entschädigen?
Ja, die Landwirte brauchen sofort Hilfe
Es ist die schwerste Dürre seit über zwanzig Jahren und schon werden diejenigen laut, die sagen, dass die »Agrarindustrie« nicht gerettet werden sollte. Doch die Wahrheit ist erstens: Jeder moderne Landwirt macht im Durchschnitt 145 Menschen satt, vor hundert Jahren waren es nur vier. Zweitens: Die Mehrheit der Betriebe ist auch im großstrukturierten Mecklenburg-Vorpommern in der Hand von einer oder mehreren Familien, von Müttern und Vätern, die sich Sorgen um ihre und die Zukunft ihrer Kinder machen. Drittens: Diese »Agrarindustrie« leistet jetzt schon enorm viel für die Gemeinschaft, den Natur- und Artenschutz – und das hat auch seinen Preis. Die Umsetzung von EU-Standards und -Auflagen sind für die deutsche Landwirtschaft mit Mehrkosten von 246 Euro je Hektar verbunden. Trotzdem konkurrieren sie auf dem Weltmarkt.
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Detlef Kurreck,
geboren 1959,
ist Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Er bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb im Raum Bad Doberan nahe der Ostseeküste.
Silvia Bender,
geboren
1972,
ist Diplom-Agraringenieurin. Sie leitet seit 2017 die Abteilung Biodiversität des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND).
