Vielstimmiges Experiment mit Chor und Pianist
Neo-Klassik. Am Anfang stand die Idee: ein Experiment unter dem Titel »Two Play«. Der Gewandhauschor Leipzig unter seinem Leiter Gregor Meyer traf eine Spielzeit lang auf den jungen Pianisten und Komponisten Martin Kohlstedt. In öffentlichen Proben und Gesprächen konnte das Publikum sowohl vor Ort als auch im Internet einen Prozess verfolgen, bei dem aus dem Aufeinandertreffen der Beteiligten neue und spannende Musik entstand. Uraufführung war am 8. Juni 2018, anschließend wurde »Ströme« gemeinsam aufgenommen. Dabei handelt es sich um acht Stücke, die aus der Kombination von modularen Kompositionen Kohlstedts entstanden sind. Der Thüringer Künstler entwickelt und kombiniert seine Kompositionen ständig neu und weiter. So wird aus einem Modul, das er nach eigener Aussage schon in früher Jugend zu Hause im Wohnzimmer der Eltern spielte, zusammen mit einem anderen, das erst 2017 entstand und die verkörperte Ruhe darstellen sollte, ein neues Stück. »Es brauchte etwas Überwindung, die beiden Welten zusammenzuführen«, schreibt Kohlstedt auf seiner Facebook-Seite. »Aber wer hat nicht genug Mumm, wenn ein siebzigköpfiger Chor hinter dir steht und alles verbindet.«
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
