Zeichen des Papstes
Das tat vor ihm kein anderer Inhaber dieses Amtes: Franziskus fordert die katholische Kirche auf, homosexuelle Menschen um Entschuldigung zu bitten für die Ausgrenzung, die sie erlebt haben und erleben. »Wenn ein Mensch so fühlt und dabei guten Willens ist und Gott sucht, wer sind wir, um zu urteilen?«, fragte er jüngst bei einer seiner spontanen Flugzeug-Pressekonferenzen ohne Zettel und gestanzte Antworten. »Der Papst öffnet damit weit die Tür«, lobt Markus Gutfleisch, Sprecher der deutschen Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK). Gläubige Homosexuelle warteten seit vielen Jahren auf ein solches Zeichen. Michael Brinkschröder, Leiter des HuK-Projekts »Gleichberechtigung für Schwule und Lesben in der katholischen Kirche«, erklärte, nun läge es nahe, dass die katholische und die evangelische Kirche gemeinsam ein »Forschungsprojekt auf die Beine stellen, um ihre Schuldgeschichte aufzuarbeiten«.
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