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Luxemburg: Strafe für Whistleblower

vom 08.07.2016
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Als »beschämend« bezeichnet die Anti-Korruptions-Initiative Transparency International das Urteil gegen die beiden Franzosen Antoine Deltour und Raphael Halet durch ein Gericht in Luxemburg. Wegen des Verrats von Geschäftsgeheimnissen wurden sie zu zwölf beziehungsweise neun Monaten Haft auf Bewährung und zu Geldstrafen verurteilt. Der Grund: Deltour und Halet waren die Hauptquellen für Journalisten, die fragwürdige Steuerdeals des Großherzogtums Luxemburg mit globalen Unternehmen wie Amazon, Deutsche Bank, Apple, E.ON, Ikea oder Pepsi aufdeckten. Als Ergebnis dieser Absprachen zwischen der Regierung von Luxemburg und den Konzernen zahlten diese Unternehmen nicht mehr den Regelsteuersatz von 29 Prozent, sondern fast gar keine Steuern auf die erzielten Gewinne. Deltour und Halet arbeiteten für die Beratungsfirma Pricewaterhouse Coopers, die in diese Steuerdeals verwickelt war.

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