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Personen und Konflikte

vom 10.07.2015
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Johanna Haberer, Professorin für Christliche Publizistik in Erlangen, wünscht sich eine breitere Debatte über die Risiken der Digitalisierung. Nach der Euphorie über die grenzenlosen Möglichkeiten des Internets erkenne man immer deutlicher die Gefahr eines neuen Totalitarismus. Darauf aufmerksam zu machen sei auch eine kirchliche Aufgabe. Was Datenschützer als »informationelle Selbstbestimmung« einfordern, bezeichne die Theologie als »das Menschenrecht auf ein Geheimnis«. Dieses gelte es vor den Zugriffen durch Großkonzerne, Geheimdienste und soziale Netzwerke zu schützen. Sehr kritisch sieht die Publizistin und Theologin die Tendenz, das Internet für Hetzkampagnen und Verurteilungen zu nutzen. Gerade weil das Netz nichts vergesse, dürfe es nicht sein, dass dort keine Vergebung mehr stattfinde. Dass Schuldig-Gewordene nicht für alle Ewigkeit am Pranger landen, sei auch ein kirchliches Anliegen. In Nürnberg stellte Haberer mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und dem Medienethiker Alexander Filipovic ein Impulspapier vor, das zur Zivilisierung der digitalen Welten beitragen soll.

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