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Im Bilde
Rebhuhnsommer

Einst unverwüstlich, heute bedroht: Der Nabu hat das Rebhuhn zum Vogel des Jahres erklärt.
von Birgit-Sara Fabianek vom 23.06.2026
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Wenig Nahrung, kaum Verstecke: In intensiv genutzten Agrarlandschaften haben Rebhuhnküken keine Chance. (Foto: Hermann Hirsch)
Wenig Nahrung, kaum Verstecke: In intensiv genutzten Agrarlandschaften haben Rebhuhnküken keine Chance. (Foto: Hermann Hirsch)

Es war einmal ein Allerweltshuhn. Das wurde in Deutschland bis in die 1970er-Jahre zu Hunderttausenden gejagt und gegessen. Trotzdem kam das Rebhuhn zuverlässig wieder. Es war unverwüstlich – solange die Landschaft noch Ecken und Verstecke bot. Jetzt beginnt der Rebhuhnsommer: Die Vogeleltern legen Eier, bebrüten sie und begleiten die unerfahrenen Kleinen bei der Nahrungssuche. Doch die meisten Küken werden den August nicht erleben. Sie schlüpfen in eine ausgeräumte Welt: keine Insekten, keine Hecken, keine Brachen. Dafür Füchse und Habichte, die wissen, wo die verbliebenen Verstecke sind. Seit 1980 hat Deutschland mehr als 90 Prozent seiner Rebhühner verloren. Das Engagement vieler Ehrenamtlicher verpufft ohne politische Unterstützung. Deshalb hat der Nabu das Rebhuhn nun zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres erklärt.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 12/2026 vom 26.06.2026, Seite 2
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