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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2022
Der Inhalt:

Managementplan zum Wohle des Braunbären

vom 13.05.2022
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Ein kürzlich gesichteter Braunbär in den bayerischen Alpen soll nicht zum Politikum werden. Dazu hat Richard Mergner, Bayerns Bund-Naturschutz-Vorsitzender, aufgerufen. »Wir erwarten, dass der Bär dieses Mal wirklich willkommen geheißen wird und nicht wie bei Bruno 2006 schnell zum Politikum und abgeschossen wird.« Bayern sei nun besser vorbereitet, es gebe einen Managementplan, Nutztierhalter würden informiert. Der Bund Naturschutz verwies darauf, wie wichtig es sei, den Herdenschutz auszubauen. Der Bärenexperte des Bundes Naturschutz, Uwe Friedel, sagte, viele Menschen wüssten nicht, dass sich Bären zu großen Teilen vegetarisch ernährten. Gefährlich könnten sie werden, wenn sie Nachwuchs hätten. Es gebe Tiere, die für den Menschen gefährlicher seien, etwa Wildschweine. Bayerns Landesamt für Umwelt hatte mitgeteilt, dass bei Garmisch-Partenkirchen wieder ein Braunbär unterwegs sei. Der letzte Nachweis eines Braunbären in Bayern stamme aus dem Frühjahr 2020 – ebenfalls im Kreis Garmisch-Partenkirchen. Im Winterhalbjahr 2019/2020 sei das Tier mehrmals zwischen Reutte (Tirol) und Garmisch-Partenkirchen gesichtet worden. Ob es sich um denselben Bären handele, sei unklar. Dass sich Bären in Bayern dauerhaft ansiedeln, sei nicht zu erwarten. Die nächste Bärenpopulation befinde sich im italienischen Trentino, 120 Kilometer von Bayern entfernt.

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