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»Jetzt ist Schluss mit Gott«

Menschen werden Christen – und verabschieden sich eines Tages wieder vom Glauben. Dahinter stehen oft dramatische Geschichten
von Britta Baas vom 09.05.2014
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Claudia* ist sich eigentlich sicher: Sie ist ein spiritueller Mensch. Noch immer. Obwohl die 24-jährige Pädagogin von sich selbst sagt, dass sie nicht mehr glauben kann. Als sie als Jugendliche über eine Schulfreundin Kontakt zu einer freien evangelischen Gemeinde bekommt, läuft anfangs alles gut. Claudia wird herzlich aufgenommen. Sie ist fasziniert davon, dass sie jetzt eine Gruppe von Menschen kennt, die nach Gott suchen und einen bewussten Glauben aufbauen wollen. Doch dann passieren Dinge, die Claudia irritieren. Sie reibt sich an den strengen Moralvorstellungen, an der unterschwelligen Dauerkontrolle in der Gemeinde. Schon bald traut sie dem »Halleluja« der Gottesdienste und dem harmonischen Miteinander nicht mehr. Ständig wird davon geredet, dass Jesus die Menschen befreit –, doch frei fühlt sich Claudia in ihrem christlichen Umfeld überhaupt nicht. Sie hat den intensiven Eindruck: »Sie sind nicht, wie sie singen.« Claudia zieht ihre Konsequenzen: Abschied von der Gemeinde, Ende des christlichen Experiments.

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