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Im Bilde
Kritzelkunst

Sie lässt die Hand einfach machen. So entstehen Kritzelbilder: eine Spinne, ein Geschenk, eine Kerze. Bei jeder Videokonferenz fertigt unsere Autorin ein neues Wimmelbild.
von Birgit-Sara Fabianek vom 27.04.2026
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Hier ein Fisch, da eine Qualle: Publik-Forum-Autorin Birgit-Sara Fabianek kritzelt, während sie an Videokonferenzen teilnimmt. Das hilft ihr, den Fokus zu behalten. Das Internet feiert dieses Gekritzel – englisch »doodle« – inzwischen als Kunstform. (Illustration: Birgit-Sara Fabianek)
Hier ein Fisch, da eine Qualle: Publik-Forum-Autorin Birgit-Sara Fabianek kritzelt, während sie an Videokonferenzen teilnimmt. Das hilft ihr, den Fokus zu behalten. Das Internet feiert dieses Gekritzel – englisch »doodle« – inzwischen als Kunstform. (Illustration: Birgit-Sara Fabianek)

Seit Videokonferenzen alltäglich sind, kritzle ich bunt. Früher nutzte ich einen Bleistift – wer will sich schon blamieren, indem er zu Beginn des Meetings sein Buntstiftset auspackt? Jetzt aber sieht niemand, was meine Hände tun, während mein Gesicht höflich in die Kamera schaut. Doodeln heißt das inzwischen, und das Internet feiert es als Kunstform. In der Schule belächelte man mein Gekritzel noch. Dabei hält mich das Zeichnen kleiner Spinnen und das Verwandeln gedankenloser Schleifen in konkrete Formen wacher als jede Notiz. Kritzeln verlangt keine besonderen Fähigkeiten, der Prozess allein zählt. Einfach Hand und Stift machen lassen und sehen, was entsteht. Hier ein Fisch, da eine Qualle. Manchmal nichts Erkennbares. Leonardo da Vinci kritzelte Roboter und Hubschrauber an die Ränder seiner Notizbücher. Ich zeichne bunte Muster. Der Unterschied ist, glaube ich, nicht prinzipieller Natur.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 8/2026 vom 30.04.2026, Seite 2
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