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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2019
Der Inhalt:

Dienstags ... im
Jugendamt
Die Kinderretter

Sie holen einen Achtjährigen aus der Kinderpsychiatrie, suchen eine Bleibe für eine Jugendliche, die plötzlich allein dasteht. Sie kümmern sich um ein Baby, das in der Klinik nie besucht wird. Ein Tag bei der Krisenintervention Marzahn-Hellersdorf
von Karl Grünberg vom 05.04.2019
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Es ist Dienstag, kurz vor acht Uhr und noch ganz still auf dem Gang des Berliner Jugendamtes, Abteilung Kriseninterventionsdienst. Eine kleine Küche, ein Besprechungszimmer, vier Büros für sieben Mitarbeiter, zuständig für knapp 46 000 Kinder und Jugendliche des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf, eines Randbezirks.

Der Kriseninterventionsdienst ist eine Art Feuerwehr des Jugendamtes, die von Noteinsatz zu Noteinsatz eilt. Manchmal stehen die Mitarbeiter dabei im Dreck. Manchmal sind die Kinder mit blauen Flecken übersät. Manchmal wünschten sie sich, dass es nur blaue Flecken wären.

Matthias Lütjenmüller tritt auf den Gang. Lange Haare, Ringe an Ohren und Fingern, sieht aus wie ein Metal-Fan, trägt jedoch Anzug. Der 35-Jährige hat Faxe in der Hand,

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