Es wird gut
Das Bergische Land kann rauh sein. Regnerisch und kühl. »Die Menschen dort sind so wie ihre Häuser«, sagt man, »nach außen mit grobem Schiefer verkleidet. Und wenn’s ungemütlich wird, machen sie die Fensterläden zu.« Kein Ort zum Wohlfühlen, wie es scheint. Zum Glück weht jetzt ein milder Wind durch die sanft ansteigende Gasse. Gerade noch stob der Lärm einer Hauptstraße durchs geöffnete Autofenster. Doch eben abgebogen, steigt in der Seitenstraße so etwas wie Stille den Asphalt hinauf. Zaghafte Milde einer Sonne, die sich schon verabschiedet. Vier- oder fünfstöckige Altbauten werfen strenge Schatten auf die Straße. Jemand hat seine Wohnung ausgeräumt. Sessel, Sofas und Regalböden warten auf dem Gehsteig auf Liebhaber oder Müllwerker.
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