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Zwischen zwei Welten

von Juliane Ziegler vom 23.02.2018
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Roman. »Mein erstes Wort war: Papa. Mein zweites: Mama. Mein drittes: Hochzeit.« Sie ist fast dreißig, lebt seit einigen Jahren in Paris, arbeitet in einer Redaktion – und sie kommt aus Algerien. Ihr großes Problem: Sie ist noch unverheiratet. Den Ringfinger anderer Leute hat sie stets im Blick: Ist dieser Mann noch zu haben? Ist diese Frau in der gleichen Situation wie ich? Verstärkt wird der Druck vor allem durch ihre Mutter in Algerien, für die die Ehe ihrer Töchter das Wichtigste zu sein scheint und die gerne und häufig anruft: »Ich habe eine große Neuigkeit für dich. Ich bin ja so froh: Deine kleine Schwester wird heiraten! Hast du gehört? Jetzt bist nur noch du übrig, die wir verheiraten müssen!« Die Feierlichkeiten schwänzen geht natürlich nicht, die Ich-Erzählerin muss wohl in die Heimat fliegen und Gerede über sich ergehen lassen, weil sie immer noch keinen Mann hat.

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