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Leserbrief
Mehr Förderung

vom 10.02.2026
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Hausaufgaben dienen der individuellen Aneignung des Stoffes, der zuvor im gemeinsamen Unterricht erarbeitet und festgehalten wurde. Dazu braucht es Ruhe und Konzentration, am besten zu Hause oder in einer entsprechenden Studierzeit im Internat beziehungsweise in der Ganztagsschule. Nicole Gohlke überzeugt mich – nach 40 Jahren Unterrichtserfahrung – nicht, dass ohne Hausaufgaben die Vokabeln besser sitzen, Rechenverfahren besser eingeschliffen werden und Lerninhalte nachhaltiger im Gedächtnis verankert bleiben. Sicher gibt es da Ungleichheiten. Nur: Ohne Hausaufgaben werden diese vielleicht gemindert; aber die lernfähigeren, selbstständigeren und bildungsaffineren Schüler werden nicht optimal gefördert, sondern auf niedrigerem Niveau festgehalten. So einen Bildungsabstieg der Spitze kann sich unser Land nicht leisten! Günther Hoffmann, publik-forum.de

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 3/2026 vom 13.02.2026, Seite 62
Trotzdem mit der Ruhe
Trotzdem mit der Ruhe
Warum Gelassenheit uns weiterbringt

Zum Thema »Hausaufgaben« lässt sich trefflich streiten. Aber bei diesem Versuch, gegen die Sinnhaftigkeit von Hausaufgaben zu argumentieren, widerlegt sich die Autorin selbst. Wenn eindeutig erwiesen ist, dass es nichts bringt, würde es doch auch nichts nützen, wenn Eltern aus Bildungsschichten ihre Kinder unterstützten. Nicht die Hausaufgaben sollte man also abschaffen, sondern die Förderung muss gesichert sein. Und wenn dies eine Familie nicht leisten kann, aus den verschiedensten Gründen, muss sich die Gesellschaft und der Staat etwas einfallen lassen. Das heißt auch nicht, nach dem Gießkannenprinzip zu verfahren, und das heißt auch nicht, junge Menschen den ganzen Tag in die Schule zu zwingen, sondern bedarfsgerechte Lösungen sind notwendig. So wie es eben von beiden Autoren am Ende empfohlen wird. Monika Soyer-Bauer, Apfeldorf

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