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Kröten schlucken

Dschungelcamp: Hinter der Faszination der Ekelshow
steht der heimliche Sadismus der Mittelschicht.
Ein Zwischenruf
von Kristian Stemmler vom 08.02.2013
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Gut zwei Wochen gehörten sie für Millionen von Deutschen praktisch zur Familie, waren Gesprächsthema auf dem Schulhof, am Arbeitsplatz, im Bekanntenkreis: Fiona, Joey, Olivia und all die anderen. Elf Pseudoprominente hatte der Sender RTL für die siebte Staffel der Fernsehshow »Ich bin ein Star – holt mich hier raus« – kurz Dschungelcamp genannt – in den australischen Urwald verfrachtet. Mit 7,97 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 27,7 Prozent übertraf die Auftaktsendung sämtliche früheren Staffeln und lag nur wenig unter dem ZDF-Quotenhit »Wetten dass ...?«. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil gar bei 39,8 Prozent. Ein erstaunlicher, aber auch bestürzender Erfolg!

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