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Dr. Murkes Pausen in der Keksdose

Wir leben in Zeiten des vorschnellen Worts.
Die Medien machen uns vor, wie wir uns gegenseitig zum Schweigen bringen, mundtot reden. Dies führt zu lauten und geschwätzigen Umgangsformen
von Johanna Haberer vom 08.02.2013
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In der Satire »Doktor Murkes gesammeltes Schweigen« nimmt der Schriftsteller Heinrich Böll 1958 den geschäftigen und sich selbst überaus wichtig nehmenden Kulturbetrieb am Beispiel eines Rundfunksenders aufs Korn und entlarvt die Hohlheit mancher überschätzter Rede. Die Handlung spielt in einem Studio. Nach der Aufnahme eines Vortrags soll der Redakteur Dr. Murke im Auftrag des bedeutenden Autors das Wort »Gott« herausschneiden und durch die Formulierung »jenes höhere Wesen, das wir verehren« ersetzen.

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