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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2021
Der Inhalt:
Leben & Kultur

Polizeiausbildung
Polizisten für Diktatoren

Wenn ausländische Sicherheitsexperten in Deutschland ausgebildet werden, zeigen sich Polizei und Bundeswehr gerne von ihrer besten Seite. Doch manche ihrer Schüler werden später zu Putschisten.
von Horand Knaup vom 03.02.2021
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Ausbildung in demokratischem Sinn – was wird daraus? (Foto: PA/DPAKristin Palitza)
Ausbildung in demokratischem Sinn – was wird daraus? (Foto: PA/DPAKristin Palitza)
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Die Nachrichten aus der malischen Hauptstadt Bamako waren irritierend. Es war im August des vergangenen Jahres. Im angeblichen Sahel-Vorzeigeland stürzte ein »Nationales Komitee zur Errettung des Volkes« den amtierenden Präsidenten, und schnell sprach sich herum: Der Anführer der Junta, General Assimi Goita, hatte in früheren Jahren Antiterror-Lehrgänge unter anderem in Deutschland und Frankreich besucht.

Rasch fand die EU eine Sprachregelung. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borell verkündete: »Wir bilden keine Soldaten zu Putschisten aus.« Die Anführer der Revolte seien in den USA und Russland trainiert worden. Und mit hörbarer Erleichterung teilte ein Vertreter des deutschen Verteidigungsministeriums im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages mit: Goita und seine Leute hätten vor allem in den USA

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Georg Lechner 09.02.2021, 18:47 Uhr:
Vielleicht haben die Geschulten viel mehr von den realen Machtspielen mitbekommen, als den Ausbildenden bewusst ist. Man denke nur an die aktuelle Kritik an Frontex; an die nach Luxleaks versprochenen und nicht gehaltenen Transparenzmaßnahmen in Luxemburg; an die Bilanzbetrugsskandale 2020 (Wirecard, Commerzialbank), die in Anbetracht der internationalen Standards für Wirtschaftsprüfer viel früher entdeckt werden hätten müssen; an geheimdienstgeführte Putsche (1953 Iran, 1973 Chile, ...) und Morde (1970 an General Rene Schneider, Kennedy-Attentat ...) , Waffenschmuggel (CIA,BND) und Foltergefängnisse); ...

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