Interview mit Meron Mendel
»Netanjahu führt auch Krieg gegen Israel«
von
Matthias Drobinski
vom 06.10.2025

Totale Zerstörung: Überlebende eines israelischen Angriffs in Gaza durchsuchen die Trümmer ihres Hauses.(Foto: PA / ZUMAPRESS.com / Omar Ashtawy)
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Datum der Erstveröffentlichung: 29.09.2025
Meron Mendel ist Direktor der Bildungsstätte Anne Frank und Professor für Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Science. Gemeinsam mit seiner Frau Saba-Nur Cheema schreibt er die Kolumne »Muslimisch-jüdisches Abendbrot« in der FAZ. Das Interview ist eine gekürzte und bearbeitete Fassung einer Online-Veranstaltung, die auf www.publik-forum.de zu finden ist.
Meron Mendel ist Direktor der Bildungsstätte Anne Frank und Professor für Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Science. Gemeinsam mit seiner Frau Saba-Nur Cheema schreibt er die Kolumne »Muslimisch-jüdisches Abendbrot« in der FAZ. Das Interview ist eine gekürzte und bearbeitete Fassung einer Online-Veranstaltung, die auf www.publik-forum.de zu finden ist.

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Krieg in Nahost
Hedwig Fritz 07.11.2025:
Genauso wie das Ende der Waffenlieferungen nach Israel war dieser Artikel überfällig. Wie gut, dass etwas Klarheit in den Begriff des Antisemitismus gebracht wird, dass Meron Mendel Sinn und Ziel der Staatsräson vernünftig erklärt und vor allem klarstellt, dass Wohl und Sicherheit des einen Volkes jeweils nicht ohne das Wohlergehen des anderen Volkes zu haben ist.
Michael Hüttemann 07.11.2025:
Der Überschrift und dem ganzen Artikel stimme ich voll zu; allerdings geht er mir nicht weit genug. Netanjahu und seine Leute haben zu viel zerstört. Selbst wenn der Trump-Plan aufgeht und der Gaza-Krieg beendet ist, gibt es keinen Frieden in der Region. Ungelöst ist und bleibt die Lage der Siedler im Westjordanland und die der traumatisierten Palästinenser. In all den Verlautbarungen zu dem Konflikt gibt es bisher ein Tabu: Israels Staatsverständnis infrage zu stellen. Die Anerkennung Israels als selbstständigen Staat durch die UN hatte das Ziel, einen jahrelangen Konflikt zu beenden. Das hat aber nie funktioniert; denn die Palästinenser fühlten sich benachteiligt. In der Uno hatten die ehemaligen Kolonialmächte das Sagen, und die Bewohner und Nachbarn waren mit diesem Staat von Anfang an nicht einverstanden. Wie kann es da eine Lösung geben? Die Uno könnte den Plan und die Beschlüsse von 1947/1948 revidieren. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen sind allseits zu bedauern – ohne Schuldzuweisungen, aber mit dem Willen, Schäden zu beseitigen. Erst dann wird es möglich sein, eine nachhaltige Lösung für eine dauerhafte friedliche Koexistenz zu erstellen.
Hans Th. Flory 07.11.2025:
Schon die Überschrift sieht nur einen Schuldigen. Gibt es keinen Schuldigen auf palästinensischer Seite? Mir fehlt die Analyse der palästinensischen Gesellschaft. Sie steht immer als Opferblock israelischer Politik vor uns. Selbstanalyse ist zwar wichtig, aber sie muss die Gegenseite einbeziehen und fragen, wie es dort gehandhabt wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keinen Hass auf palästinensischer Seite gegen die Politik der Hamas und Konsorten rings um Israel gibt. Müssten wir ihnen nicht genauso Platz anbieten, sich kritisch gegen ihre militanten Kriegstreiber zu äußern? Wenn wir das verschweigen, machen wir uns mitschuldig am Antisemitismus.
Regina Klapper 07.11.2025:
Ich bin Meron Mendel dankbar für seine klaren und differenzierenden Worte. Sie werden in der deutschen Debatte dringend gebraucht angesichts der Doppelstandards, mit denen in Deutschland so manche Konflikte bewertet werden. Wie der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz sagt: »Was der Judenmord uns lehrt, ist das Gebot der Toleranz, die Achtung vor anderen und der Respekt vor Menschenwürde und Menschenrecht. Das ist unteilbar und gilt für alle. Solange diese Erkenntnis nicht verinnerlicht ist und als alltägliche Praxis geübt wird, bleibt die Erinnerungskultur mit ihren Gedenktagen (...) und Beteuerungen routiniertes Ritual und selbstgefällige Geschäftigkeit.«