Gewalt gegen Frauen
Das Schweigen der Männer

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Unter dem grauen Himmel vor dem Brandenburger Tor stehen an diesem Vatertag keine Bollerwagenkolonnen, keine grölenden Männergruppen. Stattdessen tragen Männer Schilder, auf denen »More feelings, less violence« oder »Neue Männer braucht das Land« steht. Mehrere Tausend Menschen demonstrieren in Berlin und Hamburg gegen Gewalt an Frauen – organisiert ausdrücklich von Männern. Endlich.
Denn: Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen. Sie ist Teil des gesellschaftlichen Alltags. In Deutschland erlebt nach Angaben des Bundesfamilienministeriums jede dritte Frau mindestens einmal im Leben physische oder sexualisierte Gewalt. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch einen aktuellen oder früheren Partner. Auch tödliche Partnerschaftsgewalt ist kei
Gerhard Hafner ist Psychologe und arbeitet seit Jahrzehnten mit gewalttätigen Männern.Er gründete die Berliner Beratung »Männer – gegen Gewalt«.




Gleichberechtigung
Martin Oberholzer-Riss 28.05.2026, 09:22 Uhr:
Im Artikel wird alles erwähnt, was im Zusammenhang mit dem «modernen» Bild über die Männer und der Männer selber zu erwähnen ist. Ich bin wieder erneut erschüttert ob der Sachverhalte und ob der in mir spürbaren Machtlosigkeit.
Das Eine ist die Begleitung gewalttätig gewordener Männer; das Andere ist die Prophylaxe. Ich schreibe als Mann, der seit 54 Jahren glücklich verheiratet ist, mit zwei Kindern mit glücklichen Familien, mit Erfahrungen als Hochschullehrer, in der Politik und als höherer Milizoffizier der Schweizer Armee.
Wir müssen die jungen Männer gründlicher informieren über: Würde, Verantwortung, Führungsgrundsätze, Modelle der Weltinterpretation (beispielsweise Evolutionstheorie), philosophische Grundsätze, Kenntnisse über die Weltreligionen und über die abrahamitischen Religionen – mit Beginn schon im Kindergarten.