Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Die Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf Papst Leo XIV. schaden nach Ansicht der FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann vor allem ihm selbst. Seinem Land und seiner Administration im Weißen Haus habe er damit einen Bärendienst erwiesen, sagte die Europaabgeordnete. »Er verliert damit auch diejenigen, die sehr konservativ und eigentlich an seiner Seite sind.«
Trump habe offenbar nicht verstanden, welche Dimension ein solcher Frontalangriff auf das Oberhaupt der katholischen Kirche habe, sagte Strack-Zimmermann. Christen in aller Welt, aber auch Angehörige anderer Religionsgemeinschaften reagierten »hochempfindlich, weil er sich gegen etwas Sakrosanktes richtet«, gegen etwas Heiliges. Das betreffe nicht nur Katholiken, sondern sei eine generelle Frage des Respekts, auch gegenüber Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens. »Wenn der US-Präsident so unterirdisch mit dem Papst umgeht, wie verhält er sich dann demnächst anderen Religionen gegenüber?«
Kritisch äußerte sich die Verteidigungspolitikerin und Katholikin auch zu einem inzwischen gelöschten KI-Bild Trumps. Es zeigte den US-Präsidenten als Jesus-ähnliche, lichtumstrahlte Figur, die einem kranken Mann die Hand auflegt. Das Bild hatte vielfach für Empörung gesorgt. Laut Strack-Zimmermann lässt sich der Schaden nicht mehr rückgängig machen: »Den Geist, den er aus der Flasche gelassen hat, wird er nicht mehr einfangen.«




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