Teilen statt besitzen
Wenn Florian K. vor seinem Großraumauto steht, sieht alles aus wie eh und je. Ein Mann präsentiert sein liebstes Kind. Und der 36-jährige Elektroingenieur ist durchaus stolz auf seinen Wagen. Dennoch entspricht er so gar nicht dem Klischee vom deutschen Autobesitzer. »Das Auto ist klasse«, sagt K. »Doch es ist einfach Quatsch, den Wagen alleine zu nutzen.« Das wiederum freut Gerhard E. Der 29-jährige Rechtsreferendar hat kein eigenes Auto. Er wollte eine kleine Kommode abholen und suchte ein geräumiges Transportmittel. Da lieh er sich kurzerhand den Van von Florian K. – gegen Leihgebühr und Benzinkosten. Gefunden haben sie sich bei www.nachbarschaftsauto.de, einem sozialen Netzwerk, in dem die Teilnehmenden ihre Autos verleihen.
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