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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2011
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft
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Hungertrip mit Seelenkick

von Friedrich Schorlemmer vom 11.03.2011
Fasten ergibt nur da einen Sinn, wo es Solidarität bewirkt
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Das närrische Treiben muss endlich ein Ende haben – und zwar ganz radikal. Ist es nicht ein lang erwarteter Ruck, wenn auf die Fastnacht der Aschermittwoch, auf den Rausch die Ausnüchterung folgt? Nach der regellosen Ausgelassenheit kommt die strenge Fastenregel, ob mit Voll- oder nur mit Alkoholfasten, ob mit Saft- und Süßfasten oder einfach mit Reduktionsdiät zum längst fälligen Abspecken.

Nachdem der Konsumrausch den Zenit seiner Fadheit überschritten hat und das ständige Satt- und Vollsein einfach lästig wird, meldet sich in unseren Tagen ein »Fastenrausch« geradezu als neue Sucht. Einen besonderen Kick soll es dabei geben: Glücksgefühle nach drei Tagen Quälerei. Was in Mode kommt, das muss man schließlich mitmachen, und das gilt auch für die neue Fastenwelle. Inzwischen finden sich 412 000

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