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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2014
Der Inhalt:

Gott, das dynamische Geheimnis

Weil ihn ein Unbehagen über traditionelle Gottesbilder beschlich, suchte Pfarrer Stefan Schütze nach neuen Antworten. Fündig wurde er bei theologischen Denkansätzen, in denen Bewegung und Veränderung eine entscheidende Rolle spielen
von Hartmut Meesmann vom 16.03.2014
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Wenn Gott verändert und bewegt, dann könnte auch er selbst veränderlich und in Bewegung sein: Der zentrale Gedanke der Prozesstheologie hat Abschied genommen von einem "unbewegten Beweger", den einst Aristoteles definierte. (Foto: Vicky Drosos/Ikon Images/Corbis)
Wenn Gott verändert und bewegt, dann könnte auch er selbst veränderlich und in Bewegung sein: Der zentrale Gedanke der Prozesstheologie hat Abschied genommen von einem "unbewegten Beweger", den einst Aristoteles definierte. (Foto: Vicky Drosos/Ikon Images/Corbis)
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Herr Schütze, Sie suchen nach einem Glaubensverständnis, das mit den Erkenntnissen der modernen Welt vereinbar ist. Viele traditionelle Glaubensaussagen sind dies Ihrer Ansicht nach nicht mehr.

Stefan Schütze: Mich beschlich im Laufe meiner theologischen Entwicklung immer mehr ein Unbehagen über so manche traditionellen Glaubensaussagen. Vor allem einige Gottesbilder fand ich irgendwann nicht mehr plausibel: etwa die Vorstellung von einem Gott, der wie ein absoluter Machthaber von außen in das Geschehen der Welt eingreift und die Geschicke der Menschen lenkt. Eine solche Vorstellung lässt sich aus meiner heutigen Sicht nicht mehr mit den Einsichten einer evolutionären Kosmologie vereinbaren, die unser gegenwärtiges Denken prägt. Denn nach ihr organisiert sich die Welt in ein

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Heinz Pütter 18.03.2014, 07:22 Uhr:
Wir sind ein menschliches Wesen in der Seinswerdung. Wir sind ein Prozess. Wir sind in jedem gegebenen Moment das Produkt unseres Prozesses. Wir sind der Schöpfer und das Geschaffene.
Nun, dieser Prozess, der wir alle sind, ist ewiger Natur. Er fand immer statt, findet jetzt statt und wird immer statt finden. Er braucht keine Hilfe von uns. Er ereignet sich automatisch. Und wenn man ihn selbst überlässt, vollzieht er sich in perfekter Weise.

Das meinen manche spirituellen Bewegungen mit: Lass los und lass Gott zu.
Wenn wir einfach loslassen, haben wir uns selbst als Hindernis aus dem Weg geräumt. Der Weg ist der Prozess- den man das Leben selbst nennt. Aus diesem Grund haben alle spirituellen Meister und Meisterinnen gesagt: Ich bin das Leben und der Weg. Sie sind das Leben, und sie sind der Weg – das Ereignis im Werden, der Prozess. Weisheit verlangt nur von uns, dass wir dem Prozess, Gott vertrauen. Oder, dass wir uns selbst vertrauen, denn wir sind Gott.

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