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Gott, das dynamische Geheimnis

Weil ihn ein Unbehagen über traditionelle Gottesbilder beschlich, suchte Pfarrer Stefan Schütze nach neuen Antworten. Fündig wurde er bei theologischen Denkansätzen, in denen Bewegung und Veränderung eine entscheidende Rolle spielen
von Hartmut Meesmann vom 16.03.2014
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Wenn Gott verändert und bewegt, dann könnte auch er selbst veränderlich und in Bewegung sein: Der zentrale Gedanke der Prozesstheologie hat Abschied genommen von einem "unbewegten Beweger", den einst Aristoteles definierte. (Foto: Vicky Drosos/Ikon Images/Corbis)
Wenn Gott verändert und bewegt, dann könnte auch er selbst veränderlich und in Bewegung sein: Der zentrale Gedanke der Prozesstheologie hat Abschied genommen von einem "unbewegten Beweger", den einst Aristoteles definierte. (Foto: Vicky Drosos/Ikon Images/Corbis)

Herr Schütze, Sie suchen nach einem Glaubensverständnis, das mit den Erkenntnissen der modernen Welt vereinbar ist. Viele traditionelle Glaubensaussagen sind dies Ihrer Ansicht nach nicht mehr.

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Stefan Schütze: Mich beschlich im Laufe meiner theologischen Entwicklung immer mehr ein Unbehagen über so manche traditionellen Glaubensaussagen. Vor allem einige Gottesbilder fand ich irgendwann nicht mehr plausibel: etwa die Vorstellung von einem Gott, der wie ein absoluter Machthaber von außen in das Geschehen der Welt eingreift und die Geschicke der Menschen lenkt. Eine solche Vorstellung lässt sich aus meiner heutigen Sicht nicht mehr mit den Einsichten einer evolutionären Kosmologie vereinbaren, die unser gegenwärtiges Denken prägt. Denn nach ihr organisiert sich die Welt in einem komplexen Geschehen selbst. Den Glauben an Gott selbst habe ich allerdings nie aufgegeben, auch nicht aufgeben wollen.

Hat auch Ihre Multiple-Sklerose-Erkrankung eine andere Sicht auf Gott und das Leben bewirkt?

Schütze: Durchaus. Ich will nicht glauben, dass Gott mir diese Krankheit geschickt oder mir meine Behinderung »auferlegt« hat. Für mich ist Gott vielmehr immer mehr zu einer Quelle geworden, die mir hilft, trotz meiner Krankheit und dem Nachlassen meiner körperlichen Kräfte den Mut zum Leben zu bewahren, Hoffnung zu haben und an den Sinn und Wert meines Lebens zu glauben. An Gott glauben bedeutet für mich – mit den Worten des Logotherapeuten Viktor Frankl gesprochen – trotzdem Ja zum Leben zu sagen.

Sie machen Gott nicht für Ihre Krankheit verantwortlich?

Schütze: Es geht gar nicht nur um meine Krankheit. Die Frage lautet viel allgemeiner: Wie lassen sich Gott und Leid in Beziehung setzen? Wenn man ganz traditionell an einen allmächtigen Gott-König im Himmel denkt, der eigentlich alles richten könnte, aber es aus unerfindlichen Gründen nicht tut, dann ist die Frage nicht mehr zu beantworten, wie dieser Gott gut und gerecht sein soll.

Welche Rolle spielt vor diesem Hintergrund für Sie das evolutive Weltbild der modernen Naturwissenschaften?

Schütze: Ich finde es faszinierend, eine Welt zu denken, die nicht statisch ist, sondern dynamisch, die sich entwickelt und lebt und die von unvorhersagbaren Emergenzen – also vom spontanen Auftauchen neuer Eigenschaften oder Strukturen – und sich selbst organisierenden Prozessen bestimmt ist. Sodass Gott vielleicht ein Name sein könnte für das Geheimnis dieser Prozesse, für den Grund und die Richtung dieser evolutionären Bewegung.

Daher auch Ihr Interesse an der sogenannten Prozesstheologie?

Schütze: Ja, an der Prozesstheologie und an allen theologischen Denkansätzen, in denen Veränderung und Bewegung eine entscheidende Rolle spielen. Dahinter steckt die grundlegende Frage: Ist Glaube die Suche nach Sicherheit, nach etwas Unverrückbarem? Oder bedeutet glauben nicht viel mehr zu lernen, mit Unsicherheiten und Veränderungen umzugehen? Für mich bedeutet glauben: zu lernen, dass ich in diesem Leben nichts festhalten kann – und dennoch dieses Leben mit all seinen Ungesichertheiten und Brüchen zu lieben. Der Exodus, der Auszug, und die Nachfolge sind die Grundmotive der biblischen Religion. Das Leben ist ein Geschenk auf Zeit, von dem ich nicht weiß, ob ich es morgen noch besitze. Aber das ist kein Grund zur Verzweiflung, sondern ein Aufruf, mich der Bewegung der Wirklichkeit, für deren Tiefe das Wort »Gott« steht, anzuvertrauen.

Es geht also beim Glauben in erster Linie um eine Lebenshaltung? Wie sich diese Lebenshaltung inhaltlich ausfächert und erläutern lässt - etwa in den kirchlichen Dogmen –, ist dann zweitrangig und ebenfalls der Veränderung unterworfen?

Schütze: Die Dogmen, das kirchliche Glaubensbekenntnis – das alles verändert sich von Anfang an. Dabei handelt es sich um Hilfen, um Bilder, die der Glaubenserfahrung entsprechen. Aber man darf diese Hilfen nicht zum Eigentlichen machen. Wenn sie nicht mehr tragen, muss man neue Bilder und neue Dogmen entwerfen.

Das heißt: Das evolutive Weltbild ist so grundlegend, dass es auch den Glauben prägt, ja prägen muss?

Schütze: Es gibt eine grundlegende Dynamik im Leben. Die Dinge entwickeln sich zu immer größerer Komplexität. Wir sind Teil einer atemberaubenden kosmischen Geschichte, die noch nicht abgeschlossen ist und deren Ziel wir nicht kennen.

Ist Gott selbst auch veränderlich, ein Gott im Werden? Der Prozesstheologie wird ja oft vorgeworfen, Gott dem evolutiven Prozess zu unterwerfen und ihn damit seiner Allmacht zu berauben.

Schütze: Manche Fragen kann man schlicht nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten, weil die Dinge komplex sind. Wenn wir Gott heute im Rahmen von evolutiven Prozessen interpretieren, dann ist auch Gott als dynamische und veränderliche Wirklichkeit, als Prozess, zu denken. Die US-amerikanische Theologin Catherine Keller zum Beispiel begreift Gott nicht als einen »unbewegten Beweger«, wie dies Aristoteles einmal formuliert hat, sondern als Gott im Werden. In meinem Verständnis überschreitet Gott aber gleichzeitig auch diese Prozesse der Veränderung. Mark Taylor, ein anderer US-Theologe, sagt, dass für ihn Gott das Werden und Vergehen ist, das selbst nicht wird und nicht vergeht. Für mich ist Gott ein lebendiger, dynamischer Prozess, aber nicht nur das, sondern noch etwas Tieferes, das diese Bewegung gründet und trägt.

In Deutschland sind die theologischen Denkansätze, auf die Sie sich beziehen, kaum bekannt. Sind die Amerikaner und Angelsachsen generell offener gegenüber den Naturwissenschaften?

Schütze: Ich denke, schon. Die Frage, wie sich der christliche Glaube konstruktiv mit der Physik, der Biologie, der Hirnforschung verbinden lässt, wird in diesen Ländern viel breiter, innovativer und intensiver diskutiert als bei uns.

Dafür gibt es bei uns schon seit Langem eine Diskussion darüber, ob Gott personal, also theistisch, verstanden werden kann oder muss, oder nicht eher a-personal, also nicht-theistisch.

Schütze: Ja, der evangelische Theologe Paul Tillich hat schon in den 1940er-Jahren erklärt, dass er einen »Gott über dem Gott des Theismus« suche. Dorothee Sölle hat einen Gott, der als eine Art Über-Person alles lenkt und beherrscht, einen »Pharao-Gott« genannt, der für sie tot sei. Daher ihr theologisches Anliegen, a-theistisch an Gott zu glauben, ein Gedanke, den sie dann später mystisch vertieft hat: »Wir müssen Gott lassen um Gottes willen.« Einer der jüngsten Vorstöße in dieser Richtung hier in Deutschland stammt von dem evangelischen Theologen Matthias Kroeger. Die Lektüre seines Buches »Der fällige Ruck in den Köpfen der Kirche« hat mich sehr angeregt, auch wenn bei ihm die internationale Diskussion, auf die ich mich beziehe, noch nicht im Blick ist.

Wenn ich Gott als Person verstehe, die Gebote erlässt und mich dann am Ende meines Lebens entsprechend belohnt oder bestraft, dann hat ein solches Gottesbild erkennbar eine existenzielle Relevanz. Wenn man Gott dagegen wie Sie als Tiefe des Seins, als Grund aller evolutiven Prozesse, als Geheimnis und dergleichen versteht – hat ein solches Gottesbild dann irgendeine existenzielle Relevanz für mein Leben?

Schütze: Vielleicht hilft es hier, wenn man starke und schwache Gottes-Konzepte unterscheidet. Stark und darum relevant scheint vordergründig ein Bild Gottes als allmächtiger Lenker, absolutistischer Gesetzgeber und Richter zu sein. Aber ist das wirklich ein starkes Gottesbild? Können wir heute wirklich noch von Gott als König und Herrscher reden? Dann sind wir Menschen Knechte und Untertanen – und das in einer Welt, die immer weniger Könige kennt, sondern ihre Angelegenheiten in demokratischen Prozessen regelt. Hier ist der Religionskritik Sigmund Freuds zuzustimmen: Ein absoluter Herrscher infantilisiert die Menschen.

Was wäre die Alternative?

Schütze: Paulus spricht von der Schwachheit Gottes. In der Schwachheit liege wahre Stärke. Der Grundimpuls des Christentums ist seit den Anfängen: Gott gibt sich hin, wird Mensch, macht sich klein, ist im Geringsten erkennbar. Die Grundfrage ist, ob das Starke, Mächtige, Unerschütterliche uns wirklich helfen kann. Vielleicht ist das eigentlich Rettende und Heilsame für uns ein ohne Macht mächtiges Göttliches, das nichts erzwingt, sondern uns Menschen in eine bestimmte Richtung lockt, uns einlädt und anstößt, aber nicht alles richten kann – wie die Liebe, die vielleicht, wie der amerikanische Religionsphilosoph John Caputo gesagt hat, der »am wenigsten schlechte Name« ist, den wir Menschen Gott geben können. Vielleicht ist der Kern des christlichen Glaubens eben gerade die Einsicht, dass die Macht des Kleinen und Schwachen die größte Relevanz im Leben hat.

Vor gut zwei Jahren haben Theologinnen und Theologen in einer Stellungnahme dezidiert erklärt, dass der personale Aspekt Gottes für Christen unverzichtbar sei, schon im Blick auf die Bibel und Jesus, der immer wieder von seinem Vater-Gott spricht. Und wenn Gott in prozesstheologischer Sicht der Grund von allem ist, dann ist er logischerweise auch der Grund des Personalen und kann nicht weniger sein.

Schütze: Ganz bestimmt, in der Bibel sind die personalen Metaphern und Bilder für Gott sehr wichtig. Aber gleichzeitig gibt es in der Bibel auch das Bilderverbot: Wir dürfen und können Gott nicht auf einzelne Bilder festlegen. Bilder sind nur Annäherungen, aber nicht letzte Wahrheiten. Sonst mache ich aus Gott einen Götzen. Personale Bilder verdeutlichen, dass Menschen Gott oder das Göttliche wie ein Du anreden oder wie ein Du erfahren, von dem sie sich angesprochen fühlen. Wichtig ist: Diese Bilder sind Annäherungen an ein Geheimnis, das diese Bilder wiederum übersteigt. Catherine Keller sagt: Das unendliche, a-personale Geheimnis der Tiefe unserer Realität wird für uns personal in der Erfahrung der Liebe. Gott als Liebe zu denken nimmt das Anliegen der persönlichen Gottesbilder auf und übersteigt sie zugleich. Der US-Theologe Gordon Kaufman verweist darauf, dass ein als Liebe gedachter Gott ja ein rein personales Gottesbild bereits aufbricht. Es heißt ja im ersten Johannes-Brief nicht: Gott ist eine Person, die liebt, sondern: Gott ist die Liebe selbst, also ein Geschehen, eine Aktivität. Paul Tillich meinte, Gott sei nicht weniger als persönlich, aber doch viel, viel mehr.

So sind die Theologen: Wir müssen etwas über Gott sagen, es gleichzeitig aber auch wieder zurücknehmen. Bilder sind notwendig, aber auch wieder begrenzt. Gott ist ein Geheimnis, wir können da nur stammeln. Da kann man verstehen, dass Menschen sagen: Ich lege mich jetzt einfach auf ein Bild Gottes fest – oder lasse Gott ganz fallen.

Schütze: Das Nachdenken über Gott führt eben immer wieder auch in Paradoxien. Für viele Menschen ist es ganz wichtig, dass Gott ein Du ist. Das möchte ich ihnen auch nicht nehmen. Aber für mich selbst ist das nicht mehr so einfach. Matthias Kroeger sagt von sich, er könne es wagen, das unpersönliche Göttliche wie ein Du anzureden, wohl wissend, dass es eigentlich kein Du gibt, das dieser Anrede entspricht. Denn dadurch erschließt sich ein Aspekt Gottes, der ohne diese Anrede verloren ginge.

Aus all dem folgt doch, dass im Raum des Christlichen eine Pluralität an Gottesvorstellungen nicht nur legitim, sondern auch notwendig und wesentlich ist?

Schütze: Ja sicher. Diese Pluralität war ja schon von Anfang an vorhanden. Der biblische Glaube ist unverrückbar »polyphon«, wie es der Heidelberger Neutestamentler Gerd Theißen formuliert. Und diese Polyphonie oder Vielfalt schützt auch davor, Gott auf ein einziges Bild festzulegen, das dann zum unverrückbaren und für alle Zeiten verbindlichen und wahren Bild für alle Menschen erklärt wird.

Erklärt sich vor diesem Hintergrund auch Ihr Eintreten für die Pluralistische Religionstheologie? Wenn all unsere Gottesbilder menschliche Konstrukte sind, kann es das einzige wahre oder richtige Gottesbild gar nicht geben, also kann keine Religion einen absoluten Wahrheitsanspruch für ihren Glauben erheben.

Schütze: Man muss den Konstruktivismus vor dem Vorwurf schützen, als sei für ihn alles nur Illusion, was wir Menschen entwerfen. Wir versuchen, etwas zu denken und zu formulieren, was größer ist als unsere Konstruktionen, als unsere Vorstellungen und Bilder. Aber wir können dieses Größere eben nur gebrochen durch das Medium unserer Bilder und Konstruktionen von ihm denken. Von daher glaube ich schon, dass es falsch wäre, zu sagen: Die eine Konstruktion ist die richtige und alle anderen sind falsch, das Christentum ist die einzige richtige Deutung von Gott, Mensch und Welt, alle anderen sind Irrtum oder Lüge. Das wäre, wie John Caputo bemerkt hat, so, als würde man sagen: Es gibt nur ein wahres Gedicht und alle anderen sind falsch. Das heißt aber nicht, dass alle unsere Konstruktionen prinzipiell gleich hilfreich und gleich gültig wären. Jede Konstruktion muss sich vielmehr an der Realität selbst messen lassen, denn an ihr kann sie scheitern, weil sie vielleicht einfach nicht trägt. Gottesbilder müssen uns helfen, uns im Leben zu orientieren, der komplexen Wirklichkeit besser gerecht zu werden als ohne sie. Das wäre ihr Wahrheitskriterium.

Und wie steht es dann um die Rede von der Offenbarung? Mit einem Offenbarungshandeln Gottes wird der eigene religiöse Wahrheitsanspruch ja meist begründet. Ist die Rede von der Offenbarung selbst wiederum ein menschliches Konstrukt?

Schütze: Es gibt heute kaum noch einen Theologen oder eine Theologin, die Offenbarung als Mitteilung übernatürlicher Wahrheiten verstehen. Offenbarung ist für mich Erschließung von Wirklichkeit. Das Geheimnis der Realität »offenbart« sich: Ich erlebe Aha-Effekte, eine Erleuchtung, es erschließt sich mir etwas von der Tiefe unserer Welt und den Sinnzusammenhängen des Lebens. Für Paul Tillich ist Offenbarung die Erfahrung, dass ich von etwas »ergriffen werde«, das mich »unbedingt angeht«. Da sagt etwas zu mir: Du sollst! Ich kann mich dann zum Beispiel dem Ruf zur Mitmenschlichkeit nur entziehen, indem ich mein Menschsein aufs Spiel setze. Offenbarung ist die Erfahrung, dass mich etwas erleuchtet und beglückt, etwas ruft, dass mich etwas tröstet, trägt, aber auch verändert und herausfordert.

Das würde dann aber auch für nicht-religiöse Deutungen und Erfahrungen gelten?

Schütze: Im Prinzip ja. Ich denke, die Grenze zwischen einer religiösen und einer säkularen Weltdeutung ist fließend. Eine Offenheit für die Tiefe des Seins findet sich nicht nur in einer religiösen Weltdeutung. In jedem Leben wird es Momente der Selbsttranszendenz geben, in denen jemand zum Beispiel seine egozentrische Haltung aufgibt und sich anderen Menschen liebend oder solidarisch zuwendet, wo also eine Ich-Grenze überschritten, transzendiert wird. Und so würde ich persönlich Religion als etwas allgemein Menschliches bezeichnen – ohne dass ich nicht-religiöse Menschen damit vereinnahmen will. Jeder Mensch muss mit der Endlichkeit des Lebens und seiner eigenen Sterblichkeit klarkommen. An diesem Punkt entsteht Religion. Die Theologen nennen das »Kontingenzbewältigung«. Ob ich in diesem Zusammenhang dann von Gott spreche oder nicht, ist zweitrangig. Ich glaube, dass viele Menschen, die ständig von Gott reden, von dieser Tiefe des Seins weiter entfernt sind als manche Menschen, die das Wort Gott nie benutzen, für die aber das Leben heilig ist. Solche »Ehrfurcht vor dem Leben«, von der Albert Schweitzer sprach, hat für mich immer etwas mit Gott zu tun, so wie ich dieses Wort heute verstehe.

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Personalaudioinformationstext:   Stefan Schütze, bis 2003 Gemeindepfarrer der badischen Landeskirche, ist durch die Nervenkrankheit Multiple Sklerose behindert und an den Rollstuhl gefesselt. Der heute 51-Jährige wechselte in den Sonder-Pfarrdienst als theologischer Mitarbeiter beim Oberkirchenrat in Karlsruhe. Dort ist er im »Theologischen Ausbildungs- und Prüfungsamt« tätig sowie im Referat »Verkündigung in Gemeinde und Gesellschaft«. Seine theologische Abenteuerreise, die ihn zu einem nicht-theistischen oder nach-theistischen Gottesbild und zu einer Theologie des Werdens führte, hat er in dem Buch »Gott, Welt und Mensch im 21. Jahrhundert« zusammengefasst (Grin-Verlag, 274 Seiten, 49,90 Euro).
Schlagwort: Gott
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