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Die Freiheit des Anderen

Bei aller Liebe: Nicht alles lässt sich tolerieren. Über die Achtung des Anderen und die Grenzen der freien Selbstentfaltung. Ein Plädoyer für kämpferische Toleranz
von Bettina Röder vom 30.01.2013
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Bei aller Liebe: Nicht alles lässt sich tolerieren. Im 21. Jahrhundert hat die Toleranz Hochkonjunktur - wird aber leicht mit Beliebigkeit verwechselt. Wie ist man »richtig« tolerant im Jahr 2013? (Foto: Seleneos/photocase.com)
Bei aller Liebe: Nicht alles lässt sich tolerieren. Im 21. Jahrhundert hat die Toleranz Hochkonjunktur - wird aber leicht mit Beliebigkeit verwechselt. Wie ist man »richtig« tolerant im Jahr 2013? (Foto: Seleneos/photocase.com)

Kalter Wind pfeift über den Berliner Gendarmenmarkt. Trotz Schnee und Kälte sind Touristen hier; gilt der Platz mit der Französischen Friedrichstadtkirche doch als einer der schönsten Europas. Entstanden ist er dank des großen Gedankens der Toleranz. Vor gut 350 Jahren, als die Hugenotten als Glaubensflüchtlinge vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm ins Land geholt wurden. Bekannte Namen wie Fontane, Lenné, de Maizière, de Haas – Menschen, die Kulturgeschichte geschrieben haben oder heute in der Politik, Kunst oder Wissenschaft eine Rolle spielen – erinnern an das damals erlassene Toleranzedikt, das bis heute fortlebt. Es erinnert aber auch daran, dass Toleranz immer dort beginnt, wo auch Grenzen gesetzt werden: Der Große Kurfürst hatte es verboten, dass Calvinisten und Lutheraner sich gegenseitig auf der Kanzel beschimpfen. Grenzen gab es auch beim Zuzug: 20 000 in Frankreich damals verfolgte Protestanten wurden ins Land gelassen.

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Schlagwort: Toleranz
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