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Unterm Brennglas ...
Covid- 19

von Florian Zollmann vom 26.11.2020
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Am 30. Januar 2020 erklärte die WHO den von China ausgehenden Ausbruch von Covid-19 zu einer gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite. Nach Angaben des Coronavirus-Zentrums der John-Hopkins-Universität in Baltimore, USA, sind bis zum November 2020 weltweit etwa 48 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden und es gab ungefähr 1,2 Millionen Todesfälle. Im Frühling 2020 konnte eine erste Welle von Covid-19 mittels zahlreicher Maßnahmen wie Lockdowns, Maskenpflicht, Massentests, Abstandsregeln, Einreisesperren oder Quarantänen auch in Deutschland abgemildert werden. Um die Wirtschaft zu entlasten, wurden viele dieser Regelungen über den Sommer gelockert. Seit Oktober 2020 nimmt die Zahl von Neuinfektionen weltweit rasant an Fahrt auf. In Deutschland beherrscht das Thema Covid-19 wieder die Tagesordnung. Es geht um die Frage: Wie kann man die Bevölkerung am besten schützen und dabei gleichzeitig die sozialen und wirtschaftlichen Nebenwirkungen der Gesundheitsmaßnahmen so gering halten wie möglich. Denn jahrelange Einsparungen und Versäumnisse in der Gesundheitspolitik lassen den Regierungen oftmals keinen anderen Spielraum, als drastische Mittel zu ergreifen. Allerdings wird viel zu selten die Frage aufgeworfen, ob es überhaupt hätte so weit kommen müssen. So zeigt sich in der Tat, dass die Corona-Pandemie durch eine anhaltende selbstgerechte und profitorientierte Gesundheitspolitik des Westens erst ermöglicht wurde. Auf diese Sachverhalte wird aber in den Medien kaum hingewiesen.

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