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Der Traum von der Unsterblichkeit
Endlich spricht der Tod: Genug!

Die Altersforschung stellt schon heute eine Lebensspanne bis zu 400 Jahren in Aussicht. Philip Gordon von der Universität Yale ist sich sicher: Etwa im Jahr 2050 werden wir genügend Kenntnisse haben, um biologisch unsterblich zu sein. Ist das ein Glück oder ein Unglück?
von Doris Weber vom 20.08.2026
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(Illustration: Wolf Erlbruch/Verlag Antje Kunstmann)
(Illustration: Wolf Erlbruch/Verlag Antje Kunstmann)

Der historische Moment ereignete sich am 26. Juni im Jahre 2000. Bill Clinton, der amerikanische Präsident und – via Satellit aus London – Premierminister Tony Blair schwärmten vor der Weltöffentlichkeit von der wundervollsten Karte, die je von Menschenhand gezeichnet wurde. Was sie zeigten, war ein Sequenzmuster des menschlichen Erbguts, das nur noch wenige Lücken aufweist. Das vollständige Buch über die Struktur der DNA, des menschlichen Genoms, lag dann im März 2022 vor. Es ist vollbracht: Der Gencode des Menschen ist entziffert, die Erfindung des Rades war eine Kleinigkeit dagegen. Mit dem Wissen um den Code des Lebens wird der Mensch nun grundsätzlich in die Lage versetzt, in die biologische Entwicklung aktiv einzugreifen. Ein uralter Menschheitstraum könnte Wirklichkeit werden, durch das Umprogrammieren des Erbguts könnte ewiges Leben erlangt werden. Für immer jung? Die Altersforschung, so jubeln die US-Gerontologen, habe »revolutionäre Fortschritte gemacht und sie stellen eine Lebensspanne bis zu 400 Jahren in Aussicht. Philip Gordon von der Universität Yale ist sich sicher: Etwa im Jahr 2050 werden wir genügend Kenntnisse haben, um biologisch unsterblich zu sein.

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