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Editorial
Sterben lernen...dem Leben zuliebe

In diesem EXTRA begleiten uns Männer und Frauen, die uns seit vielen Jahren zu Vertrauten geworden sind. Sie offenbaren uns ihre persönlichen Gedanken und Gefühle über das Sterben und wie sie selbst mit dieser Ungeheuerlichkeit fertigwerden, dass sie diese Welt bald verlassen müssen.
vom 20.08.2026
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Ich kam nicht schnell genug aufs Klettergerüst. Meine kleine Enkelin saß schon auf der Spitze und beobachtete neugierig meinen wackligen Aufstieg. Endlich oben angekommen, schaute sie mich mit ihren großen Augen an, bevor sie fröhlich feststellte: »Omi, du kommst auch bald in den Himmel. Aber ich hab gehört, da soll es ganz schön sein!« In diesem Moment überkam mich eine tiefe Traurigkeit. Ich lebe so gern und ich muss sterben. Vielleicht nicht morgen oder übermorgen. Aber so viel ist gewiss: Das Ende meiner Reise hier auf Erden ist absehbar. Ich werde meine geliebte Enkelin, wenn sie eine erwachsene Frau ist, nur noch eine kurze Lebensstrecke begleiten dürfen. Wenn überhaupt. Wie sehr wünsche ich mir, dass ihr Kinderglaube recht hat: »Du kannst mich doch dann immer vom Himmel aus sehen.«

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Schlagwörter: Leben Trost
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