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Der Mann, den ich segnete

Die christlichen Zeichenhandlungen schaffen heilige Zeiten und Orte. Erfahrungen aus einem Seminar mit dem Benediktiner Anselm Grün
von Eva-Maria Lerch vom 29.06.2017
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Mein rechter Daumen berührt die Stirn des Mannes, der mir gegenübersteht. Ganz langsam ziehe ich eine Linie von seinem Haaransatz bis zur Nasenwurzel. Dann setze ich den Daumen noch einmal an, zeichne eine kurze Waagerechte entlang seiner Stirnfalten. Der Mann, den ich so gesegnet habe, schaut mich aus ernsten, müden Augen an und dankt mit einem stillen Nicken. Dann hebt er selbst seine Hand und zeichnet auch mir ein Kreuz auf die Stirn.

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