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Streit um Paprika aus Palästina

Eine internationale Bewegung fordert einen Boykott israelischer Produkte. Das ist heiß umstritten. Der Vorwurf: Antisemitismus. Längst ist ein Krieg der Ideen entbrannt, in dem um die Deutungshoheit gerungen wird
von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 07.04.2017
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Darf man den Staat Israel boykottieren? Sollte man das sogar tun angesichts der israelischen Besatzung der Palästinensergebiete, die sich dieses Jahr zum fünfzigsten Mal jährt? In der Beantwortung dieser Frage sind die Fronten verhärtet. Zwei Lager stehen sich verfeindet gegenüber. Die Unversöhnlichkeit, mit der sie über den Boykott streiten, wird bereits am Vokabular deutlich: Da ist von »Kampf« die Rede, von »Angriff« und »Tarnung«. Längst geht es nicht mehr nur um Boykott – es geht um Gerechtigkeit und Identität, um Anstand und Moral. »Der Krieg um die Legitimität und die öffentliche Meinung ist nicht leichter als der auf dem Schlachtfeld«, sagt der israelische Generalmajor Eitan Dangot. Drei Buchstaben sind dabei zum Kampfbegriff geworden: BDS.

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