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Editorial
Über den reisenden Papst, denkfaule Kinder und Nora Gomringers Seelenreise

Was im aktuellen Heft von Publik-Forum steht.
vom 02.12.2025
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mal sehen, wohin die Reise geht. Diese Formulierung ist eigentlich aus der Zeit gefallen. Denn Reisende von heute wissen ganz genau, wohin sie wollen, wann ihr Zug fährt oder ihr Flug startet und was sie am Zielort erleben möchten. Reisen mit offenem Ende sind eher etwas für Kino-Nostalgiker, die sich an der Gattung des Road-Movies erfreuen. Oder anregender Stoff für Lesende. Gleich dreimal können Sie sich bei der Lektüre dieses Heftes auf solche Expeditionen einlassen.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 23/2025 vom 05.12.2025, Seite 3
Wohin geht die Reise?
Wohin geht die Reise?
Wie Leo XIV. das Erbe von Franziskus weiterführt

Mein Kollege Paul Kreiner nimmt die (bei Redaktionsschluss noch nicht beendete) erste Auslandsreise von Papst Leo XIV. zum Anlass, nach dem Kurs und den Zielen des Papstes für die katholische Kirche in der Welt von heute zu fragen. Ergänzend dazu spricht der Münsteraner Dogmatiker Michael Seewald im Interview über Wandlungen des christlichen Bekenntnisses im Verlauf seiner 1700-jährigen Geschichte – eine ideengeschichtliche Reise mit Fragen für die Zukunft des Glaubens(ab Seite 12).

Wesentlich schneller, in atemberaubendem Tempo, vollziehen sich die Veränderungen im Bildungsbereich durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). Stehen wir vor dem Ende des – mühevollen und anstrengenden – Lernens oder verlieren wir durch KI langfristig kognitive Fähigkeiten, weil diese nicht mehr trainiert werden? Gerd Schild lässt Bildungsforscherinnen und Lehrer zu Wort kommen. Seine Vermutung: Das Schulleben wird trotz allem nicht einfacher werden. Im Gegenteil(ab Seite 22).

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Aufmerksam machen möchte ich Sie auf das große Interview, das Anne Strotmann mit der Dichterin Nora Gomringer geführt hat (ab Seite 44). Es ist eine existenzielle Seelenreise durch das Land der Erinnerung, der Trauer, der Wut und des Trostes. Es geht um Abhängigkeiten, Loyalitäten und Freiheitserfahrungen. Und nicht zuletzt um das Aufgehoben-Sein im Glauben. »Ich bin dankbar, dass ich, wenn es gruselig wird, eine Kerze in einer Kirche anzünden kann und das Gefühl habe: Ich bin nicht fremd in diesem Haus«, sagt die Dichterin. Das korrespondiert mit der Lebenserfahrung von Rainer Maria Rilke, dessen Lyrik Gotthard Fermor als »spirituelles Überlebensmittel in einer Optimierungsgesellschaft« würdigt (ab Seite 34).

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Personalaudioinformationstext:   Michael Schrom ist Leiter des Ressorts »Religion und Kirchen«.
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