Unempfänglich
Ein androgyn wirkender Mensch liegt auf einem Seziertisch, der ihn mit seinen dünnen Beinen kaum zu tragen scheint. Die Person leistet keinen Widerstand, wirkt wie schwebend und abgeschnitten von allem, was sie umgibt. Eingefasst wird sie durch einen kaminartigen Rundbogen, der die Hoffnungslosigkeit des Blicks, der auf dem noch lebendigen Gesicht ruht, in eine eigentümliche Enge rahmt. Das Tuch im Hintergrund spannt sich wie ein Leichentuch, spricht aber eine andere Sprache. Grün ist die Hoffnung, die noch betont wird durch Blumen, die aus Herzen sprießen, und blauen Kreuzen, die das Thema der Auferstehung andeuten.
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Daniel Rumel, geboren 1981, ist katholischer Theologe im Erzbistum Paderborn. Er ist Mitglied des Vereins für Bildtheologie und spezialisiert im Bereich des interreligiösen Dialogs und der theologischen Ästhetik.
