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»Dritter Weltkrieg auf Raten«

Das herrschende Wirtschaftssystem grenzt aus, tötet und unterdrückt. Aus der Rede des Kirchenoberhaupts beim Treffen der Basisbewegungen im Vatikan
von Norbert Arntz vom 05.12.2014
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Ein herzliches Willkommen euch allen! Danke, dass ihr die Einladung angenommen habt, die massiven sozialen Probleme von heute zu diskutieren – ihr, die ihr Ungleichheit und Ausgrenzung erleidet. Dieses Treffen ist ein wichtiges Zeichen: Ihr kommt, um vor Gott, der Kirche, vor den Völkern eine Realität auszusprechen, die allzu oft untergebügelt wird: Die Armen erleiden das Unrecht nicht bloß, sie bekämpfen es auch! Ihr gebt euch nicht zufrieden mit illusorischen Versprechungen oder Vertröstungen. Ihr wartet auch nicht brav darauf, dass Nichtregierungsorganisationen mit Sozialplänen oder Hilfsmaßnahmen auftreten, die nie ankommen. Oder falls sie ankommen, oft bloß dazu dienen, euch einzuschläfern und ruhigzustellen. Ihr setzt darauf, dass die Armen nicht länger abwarten, sondern ihre Sache selbst in die Hand nehmen: sich organisieren, die eigenen Rechte einfordern und – vor allem – diese besondere Art von Solidarität leben, die es unter den Leidenden und unter den Armen gibt. Es ist die Solidarität, die unsere herrschende Zivilisation zu vergessen scheint oder die sie zumindest allzu gerne vergessen machen möchte.

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