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Kölns Mitarbeiterin der Wahrheit

vom 18.11.2022
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(Foto:pa/ap/Alessandra Tarantino)
(Foto:pa/ap/Alessandra Tarantino)

Die Kölner Staatsanwaltschaft sieht nun doch einen »Anfangsverdacht« gegen Kardinal Rainer Maria Woelki bezüglich des Vorwurfes einer eidesstattlichen Falschaussage. Die Behörde, die Ende Oktober noch keinen Anfangsverdacht sah, bekam nun eine Zeugin in einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger präsentiert: Hildegard Dahm sagte dort aus, dass sie als Mitarbeiterin der Personalabteilung 2015 eine Liste mit des Missbrauchs beschuldigten Priestern für den Kardinal zusammengestellt habe. Rainer Maria Woelki hatte zwar die Existenz solch einer oder mehrerer Listen nicht bestritten, aber gesagt, dass er sich – außer an einen – an keine weiteren Namen darauf erinnern könne und an Eides statt erklärt, dass er mit dem Fall des Ex-Sternensinger-Chefs Winfried Pilz erst im Juni 2022 befasst worden sei. Dem widerspricht Dahm. Der Name Pilz habe auf der Liste gestanden, die sie zusammengestellt habe, damit der damalige Personalchef sie dem Kardinal vorlege. Dieser habe nach dem Treffen freilich berichtet, dass den Kardinal die Liste gar nicht interessiert habe. Dahm sichtlich empört: »Mag sein, dass er sich das Blatt mit Pilz und den anderen 13 Namen nicht angeschaut hat. Aber befasst habe ich ihn damit.«

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